Passau/Budweis: Begegnungsraum Geschichte

Bild: Stiftung Zuhören

„Die jahrzehntelange Trennung durch den Eisernen Vorhang ließ Barrieren in den Köpfen entstehen, die bis heute nachwirken. Ziel des Projekts ist es, diese Barrieren abzubauen und ein Gefühl für das Gemeinsame der Grenzregion zu schaffen“. 

Andreas Michler, Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Passau und Leiter des Projekts „Begegnungsraum Geschichte“.

Mit „Grenzgeschichten“ sind wir Teil des groß angelegten, grenzüberschreitenden Forschungsprojekts „Begegnungsraum Geschichte“ geworden, das die Universität Passau gemeinsam mit der Südböhmischen Universität in Budweis durchführt. In diesem Projekt erhalten Lehrkräfte aus Tschechien und Deutschland Fortbildungen. Sie werden darin unterstützt, die bayerisch-böhmische Geschichte im Unterricht zu verankern, auch mit der dabei entwickelten Handreichung. Und viele SchülerInnen, Lehrkräfte und Studierende beider Länder begegnen sich an ausgewählten Orten der Grenzregion. Dort lernen sie, die Spuren der gemeinsamen Regionalgeschichte zu lesen, aber auch, aufeinander zu zugehen und im interkulturellen Team zusammen zu arbeiten. In zwei „Grenzgeschichten“-Projektgruppen entwickeln Studierende aus Böhmen und Bayern außerdem crossmediale Geschichten für grenzgeschichten.net.

So werden im Storytellingportal Geschichten aus Vimperk (Winterberg), České Budějovice (Budweis), Bučina (Buchwald) und Passau zu sehen sein – vom grenzüberschreitenden Handel am „Goldenen Steig“, dem abenteuerlichen Holztransport auf Ilz und Wottawa, verschwundenen Dörfern und wechselvollen Lebens- und Firmengeschichten.

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