Passau – Projekt mit Reiner Kunze

   Wort ist Währung

Autor: SCHELM, creative commons, adapted by Johannes Brandrup
Autor: SCHELM, creative commons, adapted by Johannes Brandrup

Liebe Frau Iblher, lieber Herr Brandrup,

damit Sie nicht vergessen, dass Sie im neuen Jahr etwas zu tun haben, schicke ich hiermit jedem von Ihnen das Konvolut „Materialien der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung für das Projekt #grenzgeschichten – crossing borders“. (…) Das, was wir an Material beisteuern können, liegt Ihnen ab sofort zu Füßen, und ich stehe Ihnen zur Verfügung.

Kurz vor Jahreswechsel erhielten wir Post von dem Schriftsteller Reiner Kunze. Und was für welche! Neben dem charmanten Anschreiben eine sorgfältig aufbereitete Mappe mit teilweise unveröffentlichtem Material. mit Gedichten, Stasi-Dokumenten, Briefen, Zeitungsartikeln und eigens verfassten, wunderschön formulierten Erklärtexten.

Nach insgesamt drei Vorbereitungstreffen mit dem Ehepaar Kunze gaben wir dieses Material weiter in die vertrauensvollen Hände zweier Lehrerinnen aus Passau: Manuela Wenninger von der Mittelschule Sankt Nikola und Birgit Weinzierl vom Gisela Gymnasium.

Ab dem 3. März werden deren Schülerinnen und Schüler Elisabeth und Reiner Kunze zu Hause besuchen. Sie werden zwei Menschen kennenlernen, die in der DDR zu Staatsfeinden wurden, weil sie die Schönheit und Wahrhaftigkeit der Kunst verteidigten und die – beide 80jährig – heute immer noch kämpfen. Für Freiheit, Menschlichkeit und dafür, dass die Verbrechen der SED-Diktatur nicht mit nostalgischem Weichzeichner übertüncht werden.

MÜNZE IN ALLEN SPRACHEN

Wort ist Währung

Je wahrer,

desto härter

                Reiner Kunze

2006 gründete das Ehepaar die Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung. Sie verfolgt das Ziel, sicherzustellen, dass die vielen historisch relevanten Dokumente, die sich im Besitz der Kunzes befinden, nach deren Tod beisammenbleiben und in ihrem Wohnhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Denn, wie Reiner Kunze auf der Homepage der Stiftung schreibt: „Dokumentiert werden soll der Hintergrund der Bücher, das Erlebte, aus dem sie hervorgegangen sind, und von dem bereits heute die meisten Menschen kaum noch etwas wissen.“

Im März ergreifen die Jugendlichen der beiden Passauer Schulen in zwei intensiven Projektwochen die Chance, Reiner Kunze als Schriftsteller und Zeitzeugen kennenlernen und befragen zu können. Sie erhalten Einblicke in das faszinierende Archiv der Kunzes und können vieles daraus im Grenzgeschichten-Portal erstmals der Öffentlichkeit sichtbar machen.

Im Storytelling angeleitet werden sie von dem Filmschauspieler Johannes Brandrup und technisch „gecoacht“ von Michael Finster von TRP1, dem lokalen Fernsehsender. Aktuelles von den Projektwochen dann hier im crossing borders blog!

Wir danken unseren Projektpartnern: Der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung, der Sparkasse Passau, der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, dem Bayerischen Rundfunk und TRP1 Fernsehen.

Gundula Iblher, Stiftung Zuhören

Alle aktuellen Beiträge zu dem Projekt finden Sie unter
Passau

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