Basel – Über die Grenze

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Die schweizer Stadt Basel wird durch einen Briefwechsel mit den deutschen Städten Weil am Rhein und Schopfheim verbunden. Es schreibt die “digitale Generation”: 12 Jugendliche, die ganz klassisch zu Papier, Stift und Feder greifen, die zum Briefkasten gehen und tagelang auf die postalische Antwort ihrer Brieffreunde jenseits der Grenze warten.

Um was geht es dabei? Die Jugendlichen schreiben über sich, ihre Eindrücke der Grenze, ihr Verhalten dazu, ihre Gedanken, sie lernen sich kennen und tauschen sich aus. Ihre Hauptbegegnung ist das analoge Schreiben. Nur ein Paar kommuniziert per Mail – schnell, heutig und digital. Der Austausch hat im Herbst 2016 begonnen.

Mitte Februar 2017 findet dann eine persönliche Begegnung auf der fließenden Ländergrenze statt, bei einer Schifffahrt auf dem Rhein. Die Jugendlichen finden heraus, wer zu welcher Schrift gehört, wie der/die nun schon vertraute BriefpartnerIn eigentlich aussieht. Sie tauschen sich über die Erfahrungen aus, die sie beim Schreiben gemacht haben und überlegen: Welche Briefe wählen wir für unsere crossmediale Grenzgeschichte aus? Wie soll die am Ende aussehen? Künstlerisch, fein und musisch? Mit einem schwarz-weiss-Foto des Briefpaares, Filmen der schreibenden Hände und Hören der gesprochenen Briefe? Die Schreiber wechseln das Medium, sie nehmen Geräusche auf wie das Kratzen des Stiftes auf Papier, das Fließen des Rheins, sie spielen und improvisieren Musik und setzen diese für ihre Filme ein.

So entstehen sechs Geschichten für grenzgeschichten.net, die in einem professionellen Studio produziert werden, plus eine dokumentierte Rheinfahrt, die das Projekt im Allgemeinen beschreibt – wir sind gespannt!

“Über die Grenze” ist ein Kooperationsprojekt des Vereins Zuhören Schweiz mit dem Verein Sprachhaus M und der Stiftung Zuhören

Dieses Projekt wird u.a. gefördert von: Basellandschaftliche Kantonalbank Jubiläumsstiftung, Jugendfonds der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK) und Projektfonds Knotenpunkt F80.