Im Krieg gefangen

cc Celina De Matteo

cc Celina De Matteo

Keinen leichten Stoff hatten sich Schülerinnen und Schüler des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Langenzenn vorgenommen: Sie schrieben Kurzgeschichten zu dem Roman „Abzählen“ von Tamta Melaschwili. Das preisgekrönte Debüt der georgischen Autorin schildert drei Tage im Leben zweier Teenager. Doch der Ort, an dem das Geschehen spielt, diktiert einen harten Alltag. Denn das Dorf der beiden Mädchen liegt in einer Konfliktzone zwischen zwei Fronten. Die Männer sind tot oder im Krieg, zurückgeblieben sind die Kinder, Frauen, Alten und Verletzten. Ein Schauplatz, der an den Kaukasuskrieg von 2008 angelehnt ist, der jedoch überall liegen kann, wo Gewalt den Alltag beherrscht.

In einer Schreibwerkstatt mit der Autorin Lena Gorelik haben sich die Schülerinnen und Schüler schreibend an den Roman angenähert und mit eigenen Kurzgeschichten Leerstellen gefüllt, Handlung bereichert, Figuren weiter ausgestaltet. Die BR-Journalistin Julia Demel half ihnen dabei, eine spannende Bildebene für die Texte zu finden und die Autorin Tamta Melaschwili bei einer Lesung in der Internationalen Jugendbibliothek mit der Kamera in der Hand zu interviewen. In einer Zeit, in der die kriegerischen Konflikte nicht weniger werden, legen die entstandenen Geschichten ein besonders eindrucksvolles Zeugnis ab von dem Blick, den Teenager auf den Krieg haben.

Herzlichen Dank an alle Projektbeteiligten und an die Internationale Jugendbibliothek für die schöne Zusammenarbeit!

cc Jasmin Kufleitner

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