So, gut gemacht & jetzt „VER-ORTEN“, bitte!

Interaktive Inszenierung des Textes „Zwischenakt“ von Reiner Kunze durch Schülerinnen des Gisela Gymnasiums in Passau

Eine Woche haben die Teilnehmer des Grenzgeschichten-Seminars Medieninhalte zu „Die wunderbaren Jahre“ von Reiner Kunze produziert. Fünfzehn Schülerinnen des Gisela Gymnasiums in Passau, unterteilt in fünf Gruppen, fuhren für jeweils zwei-drei Stunden nach Erlau, dem Sitz der Reiner und Elisabeth Stiftung und führten dort mit dem Dichter und seiner Ehefrau intensive Gespräche. Das war eine wirklich einmalige Erfahrung für uns alle. Danach filmten, fotografierten, zeichneten die Jugendlichen, sprachen Texte ein und editierten diese teilweise fast selbstständig. Die Ergebnisse werden im Portal #Grenzgeschichten, das im Mai online geht, veröffentlicht. Dementsprechend stand der letzte Tag des Workshops, an dem die produzierten Inhalte von den Schülerinnen intern präsentiert wurden, im Zeichen der Fragen zu dem noch in Entwicklung befindlichen Portal und der Form, in der dort die Inhalte präsentiert werden können. Vor allem zu der anfangs formulierten Aufgabenstellung der „VER-ORTUNG“ kamen nun, da die konkreten Ergebnisse vorlagen, viele Fragen: Bei manchen fiktiven Geschichten von Kunze, wie z.B. ZWISCHENAKT, gäbe es ja gar keinen Schauplatz? Und wie genau muss ein Ort definiert werden? Ich nahm eine lange Liste von Fragen mit nach Hause, Fragen, die wir uns natürlich auch schon lange stellen, aber ich freue mich wie ein Schneekönig, dass unsere Systemlogik nun anhand praktischer Erfahrung getestet wird. Für den kommenden Workshop mit den Schülern der Passauer St.Nikolai-Schule wird die anfängliche Aufgabenstellung an die Schüler noch ORTSBASIERTER werden, allerdings wird der Ortsbezug dort auch leichter fallen, denn dabei geht es diesmal nicht um literarische Geschichten, sondern um eine Dokumentation der Überwachung durch die Stasi, die Reiner Kunze in seinem Buch DECKNAME LYRIK veröffentlichte.

Zusammenfassend möchte ich die erste Workshop-Woche als großen Erfolg bezeichnen und mich recht herzlich bei den Teilnehmerinnen bedanken sowie bei den Lehrern, insbesondere Birgit Weinzierl und dem Schuldirektor Rudolf Nerl, der sogar in zwei Produktionen höchstpersönlich die männliche Hauptrolle übernahm.

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